Wünsche an das Universum

Meine Cousine hat vor über zehn Jahren ein Buch gelesen, an das ich mich vor Kurzem erinnert habe. Wünsche an das Universum hieß das oder so ähnlich.

Das Buch habe ich nie gelesen. Im Gedächtnis ist mir geblieben, wie meine Cousine erzählte, dass man genau aufschreiben soll, wenn man sich etwas wünscht. Das Schreiben soll man in einen imaginären Briefumschlag stecken und an das Universum schicken.

Wichtig ist, den Wunsch dann zu vergessen. Und irgendwann. wenn man gar nicht mehr daran denkt, steht er vor der Tür. Ihr ist das mit einer braunen, langhaarigen Katze passiert, die sich irgendwann in ihren Keller verirrt hat und meine Cousine bis zu ihrem Tod begleitet hat.

Mentaltrainingstechnisch ist das super zu erklären: Wenn man den Wunsch so genau wie möglich aufschreibt, macht man sich klar, was man möchte. Das Wollen als Ziel ausformulieren. Den Wunsch so in das Unterbewusstsein programmieren. Und dann loslassen.

Damit das Unterbewusstsein auch Wege finden kann, den Wunsch in die Tat umzusetzen.

Unser Gehirn macht das.

Vertrauen Sie ihm.

Wenn Sie ihm genau sagen, was Sie wollen, dann macht es das schon.

Aber positiv und so, dass es sie verstehen kann. Wenn Sie vor dem Spiegel stehen und sich ihre unvorteilhaften Problemzonen anschauen und dabei ein unschönes Wort mit f und doppel- t denken, tut Ihnen Ihr Gehirn den Gefallen. Sie bekommen immer wieder Hunger und werden f..tter.

Zielführender ist es , wenn Sie sich in Ihrem schönsten Kleid von vor … Jahren oder in Bikinifigur vorzustellen. Wenn Sie an schlank denken, stellt Ihr Gehirn auch die Weichen für schlankes Aussehen. Eine gute Idee ist es, ein schönes Foto aus der Wohlfühlzeit an den Kühlschrank zu pinnen. Das unterstützt. Irgendwann sieht man das Foto bewusst gar nicht mehr, wenn es lange genug da hängt. Aber im Unterbewusstsein arbeitet es weiter. Wenn Sie den Wunsch loslassen. Oder ihn an das Universum schicken

Als ich mit meiner Kinesiologieausbildung fertig war, habe ich überlegt, wie ich das Ganze unter die Leute bringe. Wie und ob ich an Ärzte herantrete, wie und wo ich werbe, ob ich Anzeigen schalte….

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich unter unserer Remise stand und Heunetze für die Pferde gepackt habe. Dabei habe ich darüber nachgedacht. Und während ich das tat, schoss mir auf einmal durch den Kopf: „Ach Sch…, Du willst doch mit Reitern und mit Pferden arbeiten. Gesundheit für beide. Das wollte ich doch schon immer.“

Das habe ich bewusst nicht weiter verfolgt.

Aber genauso wie ich an geeigneten Stellen Aushänge für meine Thementage und Stressbewältigungsseminare angebracht habe, habe ich Ställe der näheren und weiteren Umgebung angefahren. Und habe dort meine „Fit fürs Pferd“ Kurse ausgehängt.

Durch meine Kinesiologieausbildung hat sich meine Arbeit und Sichtweise verändert. Mein Spektrum ist breiter geworden. Auch für die Reiter. Neben Mentalen Training für Reiter hat sich auch Brain Gym für Reiter entwickelt. Über Nachfragen und das Feedback der Teilnehmer bin ich immer mehr dazu gekommen mich mit dem Thema Reiten und Angst zu beschäftigen.

Genau da kann man hervorragend mit Kinesiologie ansetzen. Stürze, Unfälle und Ängste, annehmen, aufarbeiten und dort ansetzen, wo man wieder entspannt und bewusst reagieren kann.

Dass sich meine Arbeit und meine Ausrichtung in den letzten Jahren so verändert hat, ist mit tatsächlich kaum bewusst geworden. Ich habe nur gemerkt, dass mich die Form  der Reitkurse, wie ich sie in den ersten Jahren meiner Reitlehrertätigkeit gegeben habe, nicht mehr zufrieden stellt.

Ich wollte Mehr.

Mehr in die Tiefe gehen.

Für Pferd UND Reiter in eine bessere Richtung arbeiten.

Und wie es der Zufall so will oder wie meine Wünsche an das Universum es gerichtet haben: Im Herbst letzten Jahres bekam ich ein paar Tage, nachdem ich meine Heunetze füllte, einen Anruf. Von einer Frau, die vor einiger Zeit eine große Reitanlage in der Nähe übernommen hat und die qualitativ guten Reitunterricht anbieten möchte.

Ich hatte Ihr meinen „Fit fürs Pferd“ Aushang vorbei gebracht und wir sind ins Gespräch gekommen. Sie hatte etwas von meinem Trainerschein in Erinnerung behalten. Sie fragte, ob ich nicht einen „Basispass Pferdekunde“ Kurs halten könne.

Hatte ich bis dato noch nie gemacht. Ich habe mich belesen, recherchiert und schließlich mit Ja beantwortet.

Bei so einem „Führerschein für Pferde“ werden meine Kernkompetenzen gefordert. Theorie und Praxis rund ums Pferd. Artgerechte Haltung, fairer Umgang, Sicherheit: all das was mir wichtig ist, kann ich vermitteln. Ich habe 10 Jahre lang Physiotherapeuten ausgebildet. Da fiel mir die Unterrichtserteilung leicht. Alle Teilnehmer haben bestanden. Der Richter lobte die gute Vorbereitung und es hat uns allen Spaß gemacht.

Ein neuer Kurs, eine neue Reitanlage, eine gute Zusammenarbeit,

Der nächste Basispasskurs beginnt im April.

Dass diese Arbeit all meine Wissensbereiche zusammenbringt wurde mir erst in den letzten Wochen klar.Ich habe bei mir auf dem Hof neue Kursideen umgesetzt, die angenommen werden. Und das Feedback der Teilnehmer zeigt mir, dass es gute Themen sind.

Dass Bedarf für klassisches Wissen modern aufbereitet besteht. Und dass es umgesetzt wird.

Es gibt so tolle Bücher, so tolle Menschen, die mit Pferden arbeiten. Und ich kenne Einige davon. Deren Wissen und Anregungen überdenke ich nun neu.

Denn auch ich habe Fehler gemacht. Meine Pferde haben in den letzten Jahren viel zu wenig getan und sind muskulär weit vom Idealzustand entfernt. Auch mit ihnen denke und arbeite ich nach konstruktiven fachlichen Austausch nun anders.

Und ich lese auch die klassische Reitlehre neu. Poliere es mit meinem neuen Wissen aus Kinesiologie und Mentaltraining anders auf und erreiche die Reiter auf neuen Wegen.

Und genau zu dem Zeitpunkt, wo ich mich kritisch mit mir und meinen Pferden auseinandersetze und den Istzustand neu bewerte kommt wieder ein Anruf.

Ein Pferd im Stall würde physiotherapeutisch behandelt werden und ob ich der Reiterin helfen könnte, es „richtig“ zu reiten.

Magie oder Wünsche an das Universum?

Ich halte jetzt genau so einen Kurs, der Mensch und Tier hilft. Der mir hilft, meine Ansätze unter einen Hut zu bringen und meine Arbeit mit Pferden zu optimieren. „Pferde gesund reiten“. Davon bin ich bis jetzt immer ausgegangen, dass ich das tue. Habe Vieles intuitiv gemacht. Und ich habe auch Fehler gemacht.

Aber ich bin bereit, zu lernen. Und zu Lehren.

Zum Wohle des Pferdes.

Zum Wohle der Reiter, die sich nun interessanterweise bei mir melden. Und mich mit neuen Themen konfrontieren. Themen, für die ich jetzt erst offen bin. Die ich auch jetzt erst bedienen kann, wo ich so viel mehr und Anderes weiß. Und auch anders an Vieles herangehe.

Manchmal ist es magisch. Aber ich bin im Begriff genauso zu arbeiten, wie ich mir das immer unbewusst gewünscht habe. Aber ich habe es mir nie bewusst gemacht und formuliert.

Bis es mir bei den Heunetzen durch den Kopf schoss.

Und freue mich, dass ich Gelegenheit habe, meine Wünsche an das Universum auszuprobieren.

Ich bin auf einem neuen Weg. Mit Kinesiologie, mentalem Training, Reitern und Pferden. Und ich freu´ mich drauf!