Gute Vorsätze zum Jahreswechsel

Wahnsinn, wenn gute Vorsätze zum Jahreswechsel Realität werden!

Toll, wenn eine lange vergessene Hose wieder passt!


Wer kennt das nicht? Man überlegt sich zum Jahresende, was in der Vergangenheit gut gelaufen ist und leitet daraus gute Vorsätze zum Jahreswechsel ab.

Ein beliebtes Spiel ist es, das Ganze am Neujahrsmorgen zu beginnen. Ab jetzt rauche ich keine Zigarette mehr. Ab heute trinke ich VIEL WENIGER Alkohol. Meine Hosen vom Sommer xy sollen wieder passen, also gehe ich ab sofort joggen. Wirklich!

Aus täglichen Übungen wird dann 3x die Woche, einmal die Woche, einmal im Monat und irgendwann erinnert man sich, gute Vorsätze zum Jahreswechsel gefasst zu haben.

Toll ist allerdings, wenn man feststellt, dass das gefasste Ziel Realität geworden ist. Dazu ist es notwendig, dass man sich klar macht, woran man überhaupt erkennen kann, dass das Ziel erreicht ist. Wenn ich glücklich sein möchte, muss ich für mich definieren, was Glück heißt. Falls ich viel Geld haben möchte, muss ich festlegen, welcher Kontostand  denn für mich „VIEL“ bedeutet. Vielleicht ist es aus dem Dauerdispo heraus erstmal das Erreichen eines positiven Bereiches. Nur dann erkenne ich, dass ich tatsächlich an meinem Ziel angekommen bin. Die Laune und das Selbstwertgefühl steigen, weil ich meine Ziele auch tatsächlich erreiche.

Also, Hand aufs Herz. Welcher Ihrer guten Vorsätze ist noch am Start?

Welcher von den gefassten Vorsätzen liegt Ihnen wirklich am Herzen? Nur wenn er Ihnen wirklich wichtig ist, haben Sie die notwendige Energie, Ihn tatsächlich bis zum Ziel zu verfolgen.

Ob Sie es wirklich wollen oder Ihr Vorhaben ein kurzes Strohfeuer wird liegt allein an Ihnen:

Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und neuen Jahr.

Aber so einfach ist das nicht.

Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr. Es liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.

Johann Wilhelms Wilms

 

Gestern hatte ich einen Ahaeffekt.

Seit meiner Schwangerschaft, die ja zugegebenermaßen eine Weile her ist, hatte ich einen unschönen Fettkranz am Bauch. Auch die Beckenbreite war nicht auf das vorherige Maß zurückgegangen. Beides wurde zwar über die Jahre weniger. Aber irgendwie habe ich immer gedacht, dass es irgendwann auch wieder von alleine weg geht. Ein paar Jeans, die ich vorher getragen hatte, passten auch wieder. Eng zwar am Bund und ausgefüllt am Bauch, aber sie passten.  Das Interessante daran war, daß ich mich niemals dick gefühlt habe. Mein Körpergefühl war fester und unbeweglicher als früher, aber niemals dick. Auch das habe ich mir nicht klar gemacht. Bloß auf Fotos habe ich mich manchmal gewundert, wer die dicke Frau mit den grauen Strähnen im Haar ist. Ich habe mich manchmal nicht erkannt. Und mich dann natürlich geärgert. Aber die Notwendigkeit, daraus ein Ziel zu entwickeln, bestand für mich nicht.

Denn so richtig gestört hat es mich nicht. Bis ich Anfang November aufgewacht bin. Auf einer Fortbildung ist etwas passiert. Mir wurde klar, daß mein Fett- und Zuckerkonsum ungesund, mein Lebensrhythmus eher suboptimal ist.

Jeder ist für den Zustand seines Körpers selber verantwortlich.

Das weiß ich schon lange und habe es für viele Bereiche auch verinnerlicht. Aber die Vorstellung, an einer chronischen Erkrankung selbst schuld zu sein und meine Belastbarkeit kontinuierlich zu senken, gefiel mit nicht. Ich möchte mich wieder gut fühlen und auch in 20 Jahren noch mein Leben genießen.

Also wurden Kaffee, Weißzucker und Milchprodukte von der Verzehrliste gestrichen.

Seit Weihnachten esse ich wieder Schokolade und ab und zu Kuchen. Auserwählte Schokolade ist ein Grundnahrungsmittel für mich stelle ich nach wie vor fest. Aber ich esse sie anders: ich esse sie nach einer Mahlzeit mit Genuss und höre schneller auf. Abendliche Fressattacken vor dem Fernseher sind Geschichte. Fernsehen findet sowieso nicht mehr statt, weil ich in freien Stunden lieber an dem Aufbau meiner neuen Webseite arbeite. Weißmehl gibt es kaum noch. Aber dass mir Milchprodukte nicht gut tun, merke ich deutlich.

Ich esse konsequent nur noch 3 Mal am Tag. Wenn dann eine süße Kuchenmahlzeit dabei ist, fällt es mir leicht aufs Abendbrot zu verzichten. Ich esse mich beim Essen richtig satt, esse oft auch mehr als mein Mann und mein Sohn. Aber Pausen von 5-7 Stunden zwischen den Mahlzeiten leeren die Fettspeicher und gönnen dem Verdauungsapparat Erholungspausen. Wenn der Körper mit vernünftiger Nahrung zufrieden gemacht wird, kann er auch loslassen.

Was mir niemals vorher bewusst war: ein Teil meiner körperlichen Probleme kommt vom Darm. Der ist neben der Haut das größte Organ im Körper. Wenn er Schwierigkeiten hat, macht er eine ganze Menge Verspannungen im Körper. Ich bin seitdem beweglicher, meine Faszien fühle sich lockerer an und  die ab und zu aufgetretenen Rückenschmerzen sind komplett weg. Auch meine rechte Schulter, die seit der Schwangerschaft oft Probleme gemacht hat, gibt Ruhe. Erstaunlich. Denn körperlich habe ich wenig verändert. Ich trainiere die Muskeln jetzt nur effektiver.

Vor 3 Wochen bin ich auf den Gedanken gekommen, eine „Testhose“ aus dem Schrank zu holen. Haben Sie auch so ein chices Modell, in denen Ihr Gesäß besonders vorteilhaft zur Geltung kommt? Da bin ich nach der Schwangerschaft gar nicht mehr ganz ´rein gekommen. Nun geht sie mühelos zu, passt und hat an den entscheidenden Stellen sogar Luft.

Abgesehen davon, dass es mich gefreut hat, hat es mich erstaunt.

Ich habe meine Ernährung umgestellt und die ungeliebten Fettpolster sind ganz von alleine geschmolzen. Das war im November nicht das anvisierte Ziel. Aber ein besonders schönes Ergebnis. Dadurch, dass die Fettpolster nicht in meinem Fokus waren, konnten sie ungefragt gehen. Ich habe sie weder positiv noch negativ belegt. So konnte mein Körper das machen, was er für richtig hielt.

Und ich bin froh. Auch ein bisschen stolz natürlich. Weil mein Ziel „Gesundheit“ hieß, habe ich Veränderungen in diese Richtungen registriert. Und ich kann nun wieder Arbeitshosen tragen, die ich tatsächlich im Schrank vergessen hatte. Sie waren genauso wie der Fettkranz ´raus aus meinem Fokus. Nun haben sie sich wieder in meine Aufmerksamkeit bewegt.

Welchen Fokus haben Sie? Welcher Satz von Sylvester hat noch Bestand in Ihrer Wahrnehmung? Einem neuen Jahr wohnt ein Zauber inne sagt man. Wenn gute Vorsätze für das neue Jahr ein wirklich wichtiges Ziel für Sie beinhalten, dann schaffen Sie sich auch umzusetzen. Bestimmt!