Es wird viel passieren! Neue Wege in Sicht.

Es wird viel passierenWer jetzt eine Melodie im Ohr hat denkt sicherlich an den Titelsong der ARD Vorabendserie Marienhof “ Es wird viel passieren. Nichts bleibt mehr gleich!“.

Diese Serie hat mich gefühlt mein halbes Leben begleitet: eine Folge der ersten Staffel wurde Anfang der 90er Jahre auf Gut Damp gedreht. 1,5 km von dem Ort entfernt, wo ich 1,5 Jahre gelebt und gearbeitet habe.

Nur deshalb habe aus Neugier ab und zu reingeschaut, als ich dann wieder in Berlin wohnte. In meiner späteren Wohnung habe ich dann öfter ´reingeschaut. Oft kam ich grade vom Pferd nachhause und habe später mit meiner Cousine über die Vorgänge der „Verbotenen Liebe“ im Anschluss an den „Marienhof“ geplaudert.

Gefühlt tausend Jahre her. Jetzt sind beide Serien eingestellt glaube ich. Seitdem ist auch bei mir wirklich viel passiert.

Mit „Flori“, meinem ersten eigenen Pferd fing alles an. Sie und unser gemeinsamer Umzug in den Süden von Berlin ebneten den Weg zu meiner heutigen Tätigkeit. Denn sie und Amazone waren letztendlich der Grund, warum wir auf den eigenen Hof nach Zossen gezogen sind.

Sicherlich hatte auch der Ausbau des Flughafens Schönefeld „schuld“ an unserem Umzug. Schon 2006 verschwanden Koppel und Felder von unserem Ausreitgebiet. Das ganze Flughafengelände ist inzwischen eingezäunt. Es gibt neue Straßen und Gebäude dort. Auch der damals von uns belächelte Bahnhof „Flughafen Schönefeld“ ist fertig. Nach den damaligen Plänen sollte der Bahnanschluss nämlich zwei Jahre nach dem Flughafenstart erfolgen.

Nun ist er fertig. Vor dem Flughafen. Also gilt auch dort es wird viel passieren!

Wir waren schneller am Start als der BER.

So gesehen sind wir mit unserem Umbau und den Plänen, die wir seit unserem Einzug 2008 gefasst und umgesetzt haben, richtig weit gekommen.

Aus dem Heim für uns und unsere Pferde wurde der Zossenhof, eine Adresse für gesundes Reiten. Neben gesundheitsorientierten Reitkursen haben wir Veranstaltungen und Live-Konzerte etabliert. Als Außenstelle vom Standesamt Zossen kann man bei uns heiraten und unser jährlicher Kunstgewerbemarkt hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

Wir sind zufrieden und auch ein bisschen stolz, auf das, was wir erreicht haben. Wir leben auch noch gerne auf dem Land. Denn in der Nähe von Berlin ist man schnell in der Stadt, wenn man will. Oder auch im ICE nach Hamburg, in dem ich gerade sitze.

Da ich mich beruflich gerne weiter entwickele, war die Ausbildung zur Kinesiologin das Beste, was mir passieren konnte. Diese ganzheitliche Arbeit mit Menschen zu arbeiten bringt mir so viel Zufriedenheit und die Chance wirkliche Veränderungen zu erarbeiten. Gerade Reiter profitieren stark von den Techniken und kommen nach Unfällen oder aufgebauten Ängsten wieder zum angstfreien reiten.

Nun steht wieder eine Zeit der Veränderung bevor.

Wie das manchmal so ist mit den glücklichen Fügungen: Als ich im August bei Dussmann, dem Kuturkaufhaus in Berlin, ein Buch für eine Freundin gesucht habe, fiel mir der Titel eines Buches ins Auge: Gesehen, ´rein gelesen und tief im Inneren gewusst “DAS IST FÜR MICH!“

Gedanken und Antworten auf Fragen, die ich mir bis dahin noch gar nicht gestellt hatte, fand ich dort. Das Buch habe ich verschlungen. Auch der weiter führende Nachfolger ist durch.

Nun sitze ich im ICE nach Hamburg. Auf dem Wege zu einer Fortbildung, die sich mit einem für mich neuen, smarten Geschäftskonzept beschäftigt.

Die Idee ist, Inhalte im Internet auf eine Art und Weise zu verbreiten, dass sie von Vielen, auch weniger zahlungskräftigen Menschen gelesen werden können.

Und das mir als Techniklegastheniker. Auch ich habe mich mit meinem Smartphone angefreundet, nutze es inzwischen gerne und bin von der  Idee begeistert, mit einfachen Mitteln viele Menschen erreichen zu können. Auch Luther konnte seine Thesen nur verbreiten, weil sich zeitgleich die Buchdruckerei entwickelt hat. So konnte er mit seinen deutschen Schriften und Inhalten auf einmal viele Menschen erreichen. Nun schafft das Internet neue Möglichkeiten.

Der Plan dazu entwickelte sich langsam. Ferner brauche ich technischen und inhaltlichen Input, den ich mir nun unter anderem in Hamburg hole.

Denn ich werde zum Ende des Jahres meine Reitlehrertätigkeit auf eine andere Ebene bringen.

Damit sich mehr Reiter im Sinnes eines fitten und denkenden Reiters weiterentwickeln können. Kinesiologie als Tätigkeitsbereich wird bleiben und die Arbeit mit den Pferden auch.

Aber immer wieder sehe ich in meiner Arbeit auch Bilder von Pferden und Ihren Besitzern, die ich ändern möchte. Weil die sich mit meinem Gefühl von Harmonie nicht vertragen.

Auch beschäftigen mich die Augen der Tiere. Dementsprechend  kann ich aus dem Bemuskelungszustand der Tiere und dem Ehrgeiz der Reiter gedanklich wahre Dramen ableiten.

Natürlich sind das Einzelfälle. Die aufgeklärten Reiter, die mehr wissen und an sich und ihrer Technik arbeiten wollen, nehmen Unterricht. Bilden sich fort, turnen selber und lesen viel. Aber es gibt auch diejenigen, die mit Kauf und Unterhalt eines Pferdes an den Rand des Existenzminimums kommen. Auch mir ging es lange Jahre so: Unterhalt, Unterricht, Tierarzt, Hufschmied, das Auto, die Wohnung. Da blieb für mich kaum etwas übrig.

Mein Urlaub steht da auf der Weide habe ich immer lachend gesagt. Das ist jetzt kaum anders: unsere drei Pferde lasse ich nur sehr ungerne längere Zeit alleine, weil immer auch etwas passieren kann. Auch wenn wir in der glücklichen Lage sind,  Jemanden mit Fachwissen zu haben, der dann füttert und täglich nach ihnen schaut.

Trotzdem war es mir immer wichtig, etwas für mich und meine reiterliche Fortbildung zu tun. Denn die Pferde haben nur uns. Ohne uns hätten sie wahrscheinlich keine Möhren, aber ganz sicher weniger körperliche Probleme. Das Problem sitzt immer oben, sagt man.

Deshalb komme ich immer wieder auf die Pferde.

Auf den Wunsch, die Reiter in die Lage zu versetzen, Ihre Pferd besser zu verstehen. Vor allem sie besser zu reiten.

Mit diesem Wunsch bin ich nicht alleine, das weiß ich. Tolle Kollegen und gute Reiter darf ich zu meinem Netzwerk zählen.

Aber im Sinne der Pferde möchte ich ALLE erreichen. Die mit und die ohne Geld.

Deshalb wird es bald eine neue Seite geben auf der sich clevere Reiter ihre Fortbildungstools selber zusammenstellen können. www.ReitClever.de geht im Januar 2019 an den Start. Kinesiologiehof.de bleibt am Netz und informiert über Kinesiologie und gesunde Beratung. Aber ich trenne meine beiden Herzensangelegenheiten voneinander und gebe Beiden ein eigenes Gesicht. Zeit wird´s.

Stay tuned, es wird viel passieren.

Erstmal in Hamburg. Dann in Lindenbrück 🙂

Bis bald!